Das Erzieher-Elternverhältnis ist eins der kompliziertesten überhaupt. Mit Erziehern meine ich hier im besonderen KindergärtnerInnen und LehrerInnen. Eigentlich sollte es doch eine der engsten Beziehungen überhaupt sein, da beide „Parteien“ viel Zeit mit den Kindern verbringen und beide nur das Beste ereichen wollen. Sowohl in Bezug auf Bildung als auch Erziehung. Sich über die gemeinsamen Ziele und über Fortschritte und Probleme des Kindes auszutauschen und gegenseitige Wertschätzung sind doch sicher eine gute Basis, um das Kind zu einem glücklichen, ausgeglichenen Menschen werden zu lassen.
Die Realität sieht anders aus. Von Beziehungspflege und gegenseitigem Respekt ist da wenig zu spüren: Eltern bringen ihre Sprösslinge morgens in die Kita oder Schule, holen sie mittags wieder ab. Außer „Guten Morgen“ und ein paar knappen Infos wechelt man mit den Pädagogen kaum ein Wort. Sind die Schüler größer, kommen manche Eltern nur noch zur Schule, wenn es brennt, und dann meist nur, um Vorwürfe loszuwerden. Auch umgekehrt melden sich Lehrer in der Regel bei den Eltern nur dann, wenn es ein Problem gibt. Nicht immer bleibt der Umgangston dann freundlich und höflich.
Weshalb ist das so?
Gerade in diesem Bereich ist Austausch so wichtig – Eltern und Pädagogen haben völlig unterschiedliche Erwartungen an die Erziehung von Kindern, auch an die Zusammenarbeit. Darüber muss man doch sprechen können. Auf Augenhöhe.
Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass man bestens miteinander auskommt, ist der erste Schritt, das erste Aufeinanderzugehen, gemacht. Wenn man sich kennt, hat man weniger Skrupel, den anderen anzurufen, weil man stören, nerven oder nicht ernst genommen werden könnte.

Keksschachteln auf dem Tisch im Elternsprechtagszimmer sind ein guter Anfang 🙂

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