Dass ich kein Freund der „schreib erstmal, wie du sprichst, später lernst du dann (nicht mehr), wie es richtig geht“- Maßnahme bin, wenn es um das Beibringen von Rechtschreibung geht (schließlich heißt es Rechtschreibung und nicht Hörschreibung), ist bekannt. Allerdings möchte ich kurz eine Lanze für das heimische Buchregal brechen, und zwar die Spezies, in der kein Nippes, diverse Troll- oder Elsa-Figuren aufgereiht sind, sondern in denen wirklich Bücher stehen. Denn unsere Kinder werden ja nicht nur von der Schule ausgebildet, sondern die Eltern haben auch noch ein Wörtchen mitzureden. Und vor allem ganz viele mitzulesen.

So, wie in der Erziehung gilt, dass Kinder anscheinend manchmal taub gegenüber unseren Anweisungen oder Ratschlägen sind, sich aber alles abschauen, was wir ihnen vofullsizerenderrleben, gilt auch für das Lesen: Kinder, die von Anfang an (also mit 6, nicht im Mutterleib) gerne und viel lesen, eignen sich schon unbewusst eine richtige Rechtschreibung an. Wörter, die man schon hundertmal gelesen hat, brennen sich ins Hirn. Wir erinnern uns doch alle, wie wir früher in Diktaten bei Unsicherheiten ein Wort in zwei Alternativen an den Rad gekritzelt haben, um uns dann für die Schreibweise zu entscheiden, die uns bekannter vorkam.

Also, lasst uns sein, wie Astrid Lindgren es uns gelehrt hat:

Sei frech und wild und wunderbar!

  • freche Leser toller, spannender, fröhlicher, unglaublicher Geschichten
  • wilde Bucheinkäufer
  • wunderbare Vorleser für unsere Kinder

Die Schulen bilden unsere Kinder aus und weiter, doch die Kraft zur Inspiration, die Macht des Vorbilds haben vor allem wir Eltern.

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