Früher haben wir noch gerne draußen gespielt und mit unseren Freunden geredet, statt auf Smartphones zu starren. Früher waren wir noch dankbar für Klassenfahrten, dafür, dass Lehrer den Stress auf sich nahmen, mit unserer Horde in die Welt zu fahren, und haben das Zusammensein in den Jugendherbergen genossen, statt wie heute zu meckern, nur weil es sich nicht um ein 5-Sterne-Hotel handelt. Früher haben wir noch bitte und danke gesagt und hatten Respekt vor den Erwachsenen, nicht so wie heute, wenn man froh sein, kann, dass einem ein Kind wenigstens aus dem Weg geht, statt einen umzurennen.

Solche oder ähnliche Posts finden sich immer wieder in sozialen Netzwerken.

Ich frag mich dann immer: Wenn doch unsere Kindheit so anders und toll war – wieso sorgen wir dann nicht dafür, dass es für unsere Kinder auch so ist? WIR sind doch die Generation, die die nächste begleitet und erzieht.

  • aber wie sollen unsere Kinder auf Smartphones verzichten, wenn sie schon mit 6 welche geschenkt bekommen, feststellen, dass all ihre Freunde auch eins haben, und die Eltern keine Lust auf den Stress haben, den Umgang damit zu überwachen?
  • warum sollten sie draußen spielen, wenn sie sich nicht schmutzig machen dürfen und es überhaupt viel zu gefährlich ist?
  • wie sollen sie eine Klassenfahrt nach Pusemuckel zu schätzen wissen, wenn sie mit acht schon dutzendmal mit Mama und Papa in irgendwelchen Luxusresorts waren, in denen sie von morgens bis abends verhätschelt wurden?
  • wie sollen sie lernen bitte und danke zu sagen, wenn ihre Eltern ihnen das nicht vorleben? Ja, sich auch mal bei seinem Kind zu bedanken für die Kleinigkeiten, die es tut, damit es merkt, wie gut so ein Dank tut.
  • wie sollen sie Respekt vor anderen lernen, wenn sie sehen, wie wir Erwachsenen manchmal miteinander umgehen, uns anschreien, sofort rechthaberisch werden und uns beschimpfen, wenn wir unser Ego bedroht sehen?

Vielleicht versuchen wir mal, statt zu heulen, früher sei alles besser gewesen, das Heute so gut zu gestalten, wie wir es uns für unsere Kinder wünschen:

FullSizeRenderFullSizeRenderFullSizeRenderFullSizeRenderpersönlich, analog, dreckig, spannend, bescheiden, dankbar, freundlich, höflich, menschlich.

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