Werbung, da Namensnennung.

Als Lehrer ist man ein Reisender.

IMG_1101Gut.

Nicht unbedingt ein Urlaubsreisender.

Aber man lernt ständig andere (Länder und) Menschen kennen, macht neue Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Charakteren, Temperamenten und Kulturen. Jedes Jahr gegen Ende August beginnt ein neuer Zyklus von 12 Monaten, innerhalb dessen man über die Zukunft von SchülerInnen mitentscheidet. Und so, wie es auf einer Reise auf die richtige Ausrüstung ankommt, kann auch im Lehrerberuf das richtige Material zur Motivation des Lehrers beitragen und dafür sorgen, dass man im Juli ankommt, wo man im August zuvor hinwollte

Wer kennt nicht die kleinen roten Zensurenbüchlein, deren purer Anblick schon „Prüfung!“, „Test!“ oder „durchgefallen!“ schreit… Ja, sie sind immer noch im Umlauf und werden rege genutzt.

Für mich (und auch viele meiner KollegInnen) ist sowas ja nichts. Nicht nur, weil ich mit Hanni und Nanni und Dolly aufgewachsen bin, die ihre Schulzeit in wunderschönen Burg-Internaten verbracht haben, bin ich ein großer Fan von einer schönen Lehr- und Lernumgebung. Ich würde viel lieber in einem Schloss mit hohen FensteIMG_2003rn unterrichten, als in unseren… modernen… Bunkern heutzutage. Das gilt auch für meine Materialien. Wer meine Artikel verfolgt, weiß, dass ich ein Schreibkramopfer bin. Will man mich für längere Zeit loswerden, braucht man mich nur in einem Schreibwaren- oder Bastelladen auszusetzen. Selbst das Korrigieren von Klausuren macht mit der Lieblingskaffeetasse, einem schön schreibenden Füller und einer bunten Notenliste mehr Spaß als ohne.

Deshalb bin ich nach langer Suche auf die „Happy Teaching Agendahttps://www.lehreragenda.de/ gestoßen. Abgesehen davon, dass sie ein guter Eisbrecher ist für Gespräche mit Schülern („Sie haben aber einen schönen Kalender“ „Happy teaching, oh, wie süß!“), sehen die Ordner eher nach einem bunten Katalog spritziger Ideen aus, als ein Unterrichtsplaner für den B3E081704-7415-4CC2-B029-F1215BC2049Beamten von (DinA4-) Format. Wenn man vor den leeren Seiten sitzt und die Aufkleber (die man neben vielen anderen schönen Sachen dazubestellen kann) daneben liegen hat, wünscht man sich nichts anderes, als sofort losplanen zu dürfen, Wohlfühlnoten einzutragen und sich den „THERE IS ALWAYS TIME FOR COFFEE“- Sticker überall hinzukleben.

Klingt dem ein oder anderen zu fröhlich oder oberflächlich?

Mag sein.

Schöne Materialien haben aber Vorteile:

  • Sie motivieren Lehrer auch in den vielen ernsten Stunden ihres Berufes.
  • Sie zeigen den Schülern: „Hey, ich hab Lust auf das Ganze hier.“
  •  Man kann sich ein bisschen Urlaubsreisenfeeling mit in den Unterricht nehmen…

Und wir alle wissen, dass man dann besonders gut in seinem Beruf ist, wenn man Freude daran hat 🙂

Ich wünsche allen Lehrerinnen und Lehrern, Eltern und SchülerInnen einen guten Schulanfang. Und ganz besonders meiner kleinen Madame, für die in diesem August ebenfalls der Ernst des Lebens beginnt. Der hoffentlich „happy“ Ernst.

 

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(„TEATTERI“ heißt „Theater“ auf finnisch, und bedeutet, dass sie die Theatervorstellung „Aschenputtel“ toll fand. Es hat nichts damit zu tun, dass wir in den nächsten zehn bis dreizehn Jahren Theater in der Schule haben werden… Denke ich… ;-))

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